Karten: Europameisterschaften Bulgarien
 | | Europameisterschaften Bulgarien (2010): Sprint Final |
Kartenname: Primorsko MMC
Laufzeit: 15:24
Rang: 5
Link zum Veranstalter:
http://www.eoc2010.bgorienteering.com/Rangliste:
1. Fabian Hertner SUI 14:45
2. Daniel Hubmann SUI 15:11 +0:25
3. Emil Wingstedt SWE 15:14 +0:29
4. Matthias Merz SUI 15:21 +0:35
5. Matthias Mueller SUI 15:24 +0:38
6. Tue Lassen DEN 15:29 +0:44
Kommentar:
Der Start aus der Zielarena heraus ist immer etwas besonderes, man muss sich besonders gut im Griff haben, damit man nicht gleich zu beginn schon überdreht. Mir ist das gut gelungen, ich kam sofort auf die Karte und fand die ersten beiden Posten im Sand ohne Probleme.
Ein erstes Mal wurde es etwas bränzlig auf dem Weg zu 3. Auf der Stasse sah ich rechts nur noch im Augenwinkel den Zaun aufhören und verpasste danach fast den Weg in den Wald. Die Umstellung war enorm, plötzlich musste man alles mitlesen und konnte nicht mehr einfach auf Sicht laufen, so wie noch im Sand.
Auf dem Weg zu 4 sah ich den vor mir gestarteten Skjeset unterwegs zu fünf. Ich merkte, dass mich da eine Routenwahl erwartet und man nicht einfach gerade laufen könnte. Ich entschied mich für die gleiche Route wie der Norweger, hatte aber vor dem Posten etwas Probleme, die Hausecken zu sortieren und zögerte etwas.
Bei 6 kam der nächste Technikwechsel: schwieriger Wald OL, Richtungskontrolle, Kompass. Zuerst verpasste ich aber fast den Weg in den Wald und schoss auf halber Strecke etwas übers Ziel hinaus. Wie ich dann aber in den Postenraum kam, sah ich Skjeset vor mir, ich hatte ihn bereits fast aufgeholt. Deshalb entschied ich mich zu 7 auch für die offensive direkte Route. Dummerweise kam ich im Postenraum etwas zu tief.
Bis zu 9 konnte ich dann von den Spuren und Skjeset profitieren und die Lücke zu ihm ganz schliessen. Dies führte aber dazu, dass ich bei 9 nicht richtig vorbereitet war und falsch um die Häuser herum weglief.
Vor Posten 11 hatte ich nocheimal richtigen Respekt, und ganz anders als bei den Waldposten zuvor, gabs auch keine Spuren. Ich vertraute auf den Kompass und traf den Posten genau.
Bei 12 wählte ich die Querroute im Hang, war zwar etwas krautig aber trotzdem schnell.
Am 15.Posten hatte ich wieder etwas Probleme, ich war nicht darauf vorbereitet, dass er am Treppenfuss steht und lief oben daran vorbei. Auch beim Weglaufen machte ich einen kleinen Umweg.
Die Schlusspartie im Sand war dann vor allem physisch mega hart. Ich hing nur noch am Kompass und las die Hügel mit, die an mir vorbeizischten.
Fazit:
Im Ziel war ich erst mal sehr zufrieden mit meiner Leistung und dachte an den perfekten Lauf. Im Nachhinein habe ich aber gesehen, dass ich doch noch den einen oder anderen kleinen Fehler gemacht hatte. Trotzdem aber ein sehr guter Lauf und natürlich ein super Auftakt in die EM!