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Karten: Weltmeisterschaften Ukraine

  Weltmeisterschaften Ukraine (2007): Middle Final
Kartenname: Bortnychi South
Laufzeit: 35:28
Rang: 9
Link zum Veranstalter: http://www.woc2007.org.ua/en/

Rangliste:
1 Thierry Gueorgiou         FRA    00:32:21
2 Tero Fohr                 FIN    00:34:22
3 Valentin Novikov          RUS    00:34:30
4 Anders Nordberg           NOR    00:34:43
5 David Andersson           SWE    00:34:50
6 Jonn Are Myhren           NED    00:35:09
..
9 Matthias Mueller          SUI    00:35:28

Kommentar:
Im Gegensatz zur Quali war ich viel weniger nervös, ich wusste was mich erwartet und wie ich darauf zu reagieren habe. Zudem verzichtete Audun Welzien als Läufer vor mir auf den Start, so dass ich mir auch gar nicht überlegen musste, ob ich den Läufer vor mir vielleicht einholen kann und was ich dann tun sollte. Ich stellte mich auf einen einsamen Lauf ein.

Gleich zum ersten Posten kam ich aber ein erstes Mal in Bedrängnis, denn auf den ersten Blick habe ich die Zählkurvensenke auf halbem Weg zum Posten als klaren Orientierungspunkt gesehen, diesen in Tat und Wahrheit aber nie gefunden. Erst nach dem Wettkampf habe ich gemerkt, dass es sich eigentlich um einen Hügel mit einer Senke drauf handelt. So musste ich also schwimmend etwas links ziehen, um mich auf dem Weg vor dem Posten aufzufangen.

Ich liess mich aber nicht aus der Ruhe bringen, im Gegenteil, es gelang mir, cool weiterzulaufen. Bis zum Überlauf war ich immer Herr der Lage. Nur zu Posten 3 büsste ich 30 Sekunden ein weil ich mich auf den Hügeln vor dem Posten verzählte und eine Mulde zu weit lief. Als ich im Gegenhang dann aber an einer Postenwache vorbeilief, die mir den Rücken zukehrte, wusste ich, dass ich bereits am Posten vorbei war.

Am Überlauf bestätigte sich mein gutes Gefühl, ich war mit einer Minute Vorsprung in Führung. Gleichzeitig wusste ich aber, dass das noch nicht allzuviel zu bedeuten hatte, da ich ja mit der Startnummer 19 von insgesamt 45 unterwegs war und die Besten erst noch kommen würden.

Auf den physischen Abschnitten der Schlussrunde musste ich mehr und mehr an meinen Reserven zehren, wobei auch das Denken nicht mehr gleich rund funktionierte. Zu Posten 15 begann meine technische Sicherheit zu bröckeln. Mehr und mehr schossen komische Gedankengänge durch meinen Kopf, Laktat sei dank, nehme ich an. Ich kam von meinem Konzept ab, 15 direkt anzulaufen und versuchte, links herum etwas ökonomischer zu laufen, wobei ich zu weit und zu tief abdriftete.

Zu 16 begann sich meine Wahrnehmung endgültig zu verzerren. Auf der Kompassstrecke nach der Bahnlinie war ich felsenfest davon überzeugt, dass ich links vom Strich in der Nähe der Kreuzung auf den Weg kommen und dort dann die sanfte Steigung sehen werde. Stattdessen lief ich viel zu weit rechts, suchte die ganze Zeit die Höhenkurve. Als ich dann endlich auf den Weg kam, merkte ich schon, dass etwas nicht stimmen konnte. Um sicher zu gehen, wo ich war lief auf dem Weg rechts bis zur Kreuzung, dort machte ich rechtsum kehrt und fand den Posten ohne Probleme. Schade, dass ich bei dieser Aktion 40 Sekunden und somit ein Diplomplatz begraben habe.

Von dort bis ins Ziel wars dann keine Kunst mehr...

Alles in allem bin ich aber mit meinem 9.Rang sehr zufrieden. Gerade deshalb, weil es mir gelungen ist, pünktlich zur WM eine Topleistung erbringen zu können.
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