Karten: Weltcupfinal Italien
 | | Weltcupfinal Italien (2005): Relay |
Kartenname: Monte Livata - Campo dell Osso
Laufzeit: 128:10
Rang: 1
Link zum Veranstalter:
http://www.wcup2005final.info/Rangliste:
1. Switzerland 2 128:10
(Schuler, Müller, Schneider)
2. France 130:05
(Gonon, Renard, Gueorgiou)
3. Switzerland 1 130:20
(Hubmann, Merz, Lauenstein)
4. Norway 131:46
(Osterbo, Welzien, Hott Johansen)
5. Denmark 1 133:19
(Lund, Nielsen, Terkelsen)
6. Czech Republic 133:29
(Svihovsky, Dlabaja, Smola)
Kommentar:
Hier einmal der etwas andere Bericht. Ich versuchte, die Stimmung und meine Gedanken meines Laufes an der Weltcupstaffel in Italien auf Papier zu bannen. Er liest sich vielleicht nicht so einfach, macht nervös. Keine Angst, soll er auch, denn genau so war es unterwegs? viel Spass!
Ich bin unbesiegbar! Benno hat mir eine derart gute Ausgangslage geschaffen, jetzt packen wir?s. Ein Scheiss auf die Zwischenzeiten? Ich forciere von Anfang an, die vor mir kann ich im Griff haben, wenn ich gut laufe. Ich vergesse wer hinter mir kommt. Wichtig: ich laufe aber den ersten Posten auf eigene Faust an, die Anderen können machen was sie wollen. Zägg, da ist er!
Die ersten paar Posten kann ich von Rigoni profitieren. Wir sind wohl zu vorderst!? Wo ist Troels, wo Welzyen? Egal. Sie können gar nicht vor mir sein, sonst würde ich sie sehen. Oh, Rigoni läuft falsch, ich muss weiter rechts (Posten 5). Posten 6, haha, endlich bieten sie die Umlaufroute an, die kann nicht schlechter sein. Sicher Kräfteschonender. Oh, ein Pferd. Soll ich anhalten? Ach was.. Ignorieren. Hinauf zu 6, ich bin in der falschen Mulde. Shit. Kommt da schon jemand? Etwas gehört? Vergiss es, korrigieren, weiter. 7-8, Hanglaufen. Schlüsselstrecke, ich kann das, ist viel einfacher, als es ausschaut. Konnte das auch schon am Long. Dieses Gelände liegt mir. Posten 8, check. Geil, voll die Abfahrt, schneller Boden, zum runterfliegen. Aber Achtung, richtige Mulde? Ja, kann nichts passieren. Wenn?s flacher wird, Kompass. Attakpoint auf dem Weg, von da Kompass.
Zu 10. Jetzt nochmals aufpassen, es geht ins Feine. Aber die Steigung muss ich attackieren. 9 könnte eine lange Gabelung gewesen sein. Und wenn schon. Fein hin oder her, ich schaue nur aufs Gelbe, das ist das bombensichere Konzept für diesen Posten. Der Posten wird einfach. 11, dort gestern gesucht. Ah, heute easy, ich habe die Häuser hinter dem Posten. Blick nach vorne. Ich bin unbesiegbar!
Zuschauerposten. Ich will das Sportident blinken sehen. Der Posten ist nicht allzu schwer, ich geniesse kurz den Augenblick. Ob ich wohl der erste bin? Wahrscheinlich, kann gar nicht anders sein! Weglaufrichtung, Route kenne ich schon von gestern. Meine Beine werden langsam schwer. Ich führe? uhhh. Konzentration. Nummern kontrollieren. Eins nach dem Andern.
Posten 14, vom Weg mit dem Kompass. Blick nach vorne. Check. Die letzte Steigung. Pushen, jede Sekunde zählt. Den Hang hinunter wie im Flug. Es kann nichts passieren. Ich muss auf eine der Wiesen kommen, dort nochmals einfädeln. Vorsicht, drehender Hügel. Der Kompass ist lebenswichtig. Check. Jetzt zum letzten, kenn ich schon. Ist es wirklich der Letzte? Ja. Nummer. Ha, da steht er schon. Cool. Geiles Rennen. Heja Helge!