Am Samstag ging in Raufoss (NOR) die NORT mit einem Jadgstart zu Ende. Im Gegensatz zu den Rennen davor vermisste ich die Ruhe und Gelassenheit, zudem schaute ich zu viel auf die anderen als auf mich selber, darum büsste ich noch 4 Plätze ein und wurde guter 7.Dabei hatte ich eine hervorragende Ausgangslage: auf dem 3.Platz, 1s hinter Weltzien und 1.25 hinter Hubmann. Ich konnte diese Situation aber nicht nach Wunsch nützen, im Gegenteil! Ich startete viel zu defensiv hinter Weltzien her, als dieser dann bereits beim ersten Posten zu zögern anfing, bemerkte ich dies zwar, war aber nicht genug vorbereitet um zu reagieren. Ich machte bereits den ersten kleinen Fehler, Weltzien fand den Posten vor mir, so musste ich auf den folgenden Posten bereits eine entstandene Lücke zulaufen. Dies drängte mich noch mehr in die Defensive.

Die Startphase (click: ganze Karte)
Erst zu 5 konnte ich mich aus dieser Schlinge befreien, ich lief etwas anders als Weltzien, hatte alles im Griff, erst als wir uns kurz vor dem Posten wieder trafen und auch gleich noch Hubmann von rechts kam, steuerte ich den beiden hinterher Richtung links, weg vom Posten. Wieder war ich ein Schritt zu spät.
Die nächsten Posten war ich wieder mehr damit beschäftigt, die Lücke zu verkleinern als aktiv OL zu machen. Ein weiterer kleiner Fehler folgte zu 9. Schliesslich verpasste ich es auch zu merken, dass bei Posten 9 das Gabelungssystem begann (wir hatten nicht die ganze Bahn auf der Karte, sondern zweimal Kartenwechsel). Ich liess mich von der Richtung von Weltzien/Hubmann verleiten, merkte erst spät, dass das mit meiner Aufgabe überhaupt nicht übereinstimmte und brauchte wertvolle Zeit, mich aufzufangen.
So verspielte ich auf der ersten halben Runde der Gabelungen den Vorteil der Innenbahn. Auch nach dem ersten Kartenwechsel blieb ich nicht sauber, ich wurde von einem Dickicht gebremst und zögerte im Postenraum. Nach der ersten Schleife kam ich direkt hinter Lundanes und Lysell zum Posten, die dann die gleiche Gabelung wie ich hatten. Bis zum zweiten Kartenwechsel schaute ich nicht oft auf die Karte...

Der 2. und der 3. Viertel der 2 Schlaufen
Ich konnte auch die zweite Innenbahn nicht ausnutzen. So suchte ich bei Posten 18 schon wieder 20s. Trotzdem kam ich an vierter Stelle in die Zielpassage, meine Kräfte begannen aber schon ganz gehörig zu schwinden. Ich wusste, dass knapp hinter mir einige Läufer kommen musste, ich wusste aber nicht wie knapp. So quälte ich mich durch die Zielpassage und hinauf zu 22. Während dem Lauf hatte ich das Gefühl, noch immer einen guten Abstand zu den Verfolgern zu haben, im GPS-Replay und im TV sah ich anschliessend aber, dass sie mich bereits auf dem Kahlschlag zu 22 schon fast eingeholt hatten.

Die Schlussphase (click: ganze Karte)
Bei 24 sah ich dann Hertner vor mir weglaufen und sah ein kleines bisschen Hoffnung, ihn noch einholen zu können. Ich versuchte zu 25 anzugreifen und wählte die Route im Hang durch die Steine, die aber nicht so gut war. Die hinten kamen wieder etwas näher. Bei der letzten kleinen Suchaktion zu 26 kam die Gruppe dann ganz zusammen, alles lief auf einen Sprint hinaus.
Mir fehlten schliesslich die Kräfte sowie irgendwo auch das Vertrauen nach einen so durchzogenen Lauf, dass ich die anderen noch schlagen kann. Ich musste sie alle passieren lassen und lief auf den 7.Rang ein. Ein gutes Resultat, aber etwas entäuscht über die Niederlage auf den letzten drei Posten bin ich schon auch.
GPS-Tracking:
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Resultate:
www.nordicorienteeringtour.com