Nach einem sehr guten Morgen mit den Siegen in der Quali und im Viertelfinal kam für mich der KO-Schlag in der zweiten Etappe der NORT im Halbfinal in der Stockholmer Altstadt. Spassig wars aber trotzdem!Die ersten 2 Runden fanden auf dem Unigelände etwas ausserhalb der Stadt statt, erst für Halbfinal und Final wurde dann in die Altstadt gewechselt. Die Quali war zudem eine normale Sprintbahn über 15min. Ich hielt mich nicht zurück, um mir einen möglichst guten Startplatz für den Viertelfinal herauszulaufen. Mir gelang ein sehr gutes Rennen mit nur einem Routenwahlfehler, wo ich ca 5s verlor.

Qualifikation (click: ganze Karte)
Viertelfinal
Ab da gings Mann gegen Mann in 6er-Gruppen zur Sache. Massenstart, ungegabelte Bahn, ca.8 Minuten. Das Tempo zu Beginn war enorm, jeder wollte wahrscheinlich zeigen, dass er der mit den schnellsten Beinen ist. Ich kam gut weg, konnte mich an zweiter Stelle einreihen. Kurz vor Posten zwei bremste dann der Führende Lundanes und überliess mir die Routenentscheidung zu 3.
Beim Weglaufen vom dritten Posten machte ich einen kleinen Fehler, sodass mich das Feld überholte. Ich konnte mich aber bis zu 4 bereits wieder an die Spitze zurückkämpfen, die ich dann bis ins Ziel nicht mehr abgab.

Viertelfinal (click: ganze Karte)
Obwohl die Routenwahlen nicht immer ganz eindeutig waren, blieben die anderen stets in meinem Windschatten. Mit einer physischen Atttacke zum letzten Posten konnte ich mir einen kleinen aber sicheren Abstand für den Zieleinlauf erarbeiten.
Halbfinal in der Innenstadt
Die Umstellung war natürlich enorm. Jetzt waren schnelle links-rechts Entscheide gefragt. Auch hier kam ich gut weg. Auf dem Weg zu eins hatte ich das Gefühl, dass die Läufer hinter mir bummelten, ich war etwas verunsichert, wie stark ich aufs Tempo drücken sollte. Erst als Dani Hubmann, der eine andere Route zu 1 gelaufen war, ein paar Meter vor mir am Posten war, gings so richtig los.
Ich versuchte, mein eigenes Rennen durchzuziehen, wählte so auch fast jedesmal eine andere Route als Dani, war aber immer gleichschnell. Bis zum Kartenwechsel fühlte ich mich gut und aktiv mit dabei.

Halbfinal (click: ganze Karte)
Ab dem Kartenwechsel wurde ich dann aber etwas passiv. ich machte ein paar nervöse Schwänker, auch wenn nur 1-2s, was mir einen entscheidenden Rückstand auf die ersten zwei einbrachte. Diesen konnte ich auch im Zieleinlauf nicht mehr zulaufen, ich beendete meinen Heat auf Rang 3, 1s hinter Dani. Da der andere Halbfinal schneller gelaufen wurde als unserer, konnte ich mich auch nicht über die Zeit qualifizieren.
K.O. und als Zuschauer am Final, was ehrlich gesagt auch ganz cool war!