Dieses Weekend beendete ich meine Saison in Italien mit zwei ersten Plätzen an der Park World Tour und einem fehlenden Posten am Stadt OL in Venedig.Die Qualifikation am Freitag war eigentlich nur ein schnelles Training, da ich sowie 14 andere Läufer den Finalplatz bereits auf sicher hatte. Trotzdem lief ich voll, ich wollte unbedingt nocheinmal etwas Wettkampfpraxis sammeln, da ich schon seit einiger Zeit keinen Sprint mehr gemacht hatte und ich dachte, dass das nicht schaden kann, vor dem FInal nochmal schnell zu laufen. Alle anderen nahmen diesen Lauf nicht allzu ernst, daher gewann ich mit einem ziemlich grossen Vorsprung.
Ich wusste nicht so recht, was ich davon halten sollte, diese Ausgangslage machte mich für den folgenden Finaltag nur etwas nervöser. Ich wusste, dass die Anderen schneller sein würden wie in der Quali, aber wie viel schneller bloss?

Präsentation der Läufer vor dem Final
Deshalb war für das Motto klar: full speed and no mistake! Ich startete sehr offensiv, die einfachen Posten am Anfang luden auch dazu ein. die erste Challenge war die Steigung zu fünf. Die Route zu sieben lief ich sehr direkt in der Hoffnung, dass ich den Weinberg durchqueren könnte, leider waren aber soviele Drähte im Weg, dass ich einen kleinen Umweg in Kauf nehmen musste. Als ich aber auf das Feld hinaus kam, sah ich bereits den vor mir gestarteten Tomas Dlabaja, ich wusste, dass der Abstand kleiner war als die Minute, die ich hinter ihm gestartet war. Ich war gut unterwegs! Zu acht liess ich mich von ihm beeinflussen und wählte wie er die etwas langsamere Route rechts herum.

PWT Final Lonigo (click: ganze Karte)
Ich verlor Dlabaja dann immer wieder aus den Augen, ich konnte die Lücke von ca. 40 Sekunden bis ins Ziel nicht weiter verkleinern. Auf den letzten Posten war ich auf der Karte nicht mehr präsent genug, ich verlor nochmal ein paar Sekunden. Trotzdem wusste ich im Ziel, dass ich nah an meinem Optimum gelaufen war. Die Zeit und der Sieg bestätigten dann auch mein positives Gefühl.

Das Podium: Fracois Gonon (2.), Ich, Öystein Kvaal Österbö (3.)
Die zwei Läufe waren sehr gut organisiert und die Veranstalter rund um Gabriele Viale sorgten sich auch sehr um das Wohl von uns Athleten. So konnten wir am Freitag Nachmittag ein Weingut besichtigen und am Samstag gabs direkt nach dem Lauf eine Pastaparty.
Resultate
zu finden auf
www.pwt.org
Premiere in Venedig
Schliesslich wagte ich am Sonntag auch meine Venediger Stadt-OL Premiere. Ich kann sagen, dass es mir recht gut gefallen hat, es ist schon eine ziemliche Konzentrationssache, während einer Stunde in diesen engen Gassen nie den Faden zu verlieren. Einzig die vielen Touristen bremsen einem immerwieder. Leider hatte ich im Ziel den elften Posten nicht auf dem Badge, ich bin mir aber sicher, dass ich ihn angelaufen bin, ob ich ihn auch gestempelt habe, daran kann ich mich aber nicht mehr erinnern.